Familienzulagen für Grenzgänger: der Antrag von Quadri

Lorenzo Quadri fordert Maßnahmen zur korrekten Verwaltung der Familienzulagen für Grenzgänger im Tessin.

Contesto

In den letzten Jahren hat die Frage der Familienzulagen für Grenzgänger im Kanton Tessin, insbesondere in Gemeinden wie Lugano und Mendrisio, wo die Präsenz von Grenzgängern besonders hoch ist, an Bedeutung gewonnen. Lorenzo Quadri, Nationalrat, hat kürzlich einen Antrag beim Bundesrat eingereicht und fordert ein Eingreifen bei der lombardischen INPS. Diese Initiative entsteht aus der Besorgnis über Anomalien im Datenaustausch bezüglich der Familienzulagen zwischen Italien und der Schweiz. Quadri hat hervorgehoben, dass die lombardische Sektion der INPS ihren Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommt, was nicht nur den Grenzgängern, sondern auch der Wirtschaft im Tessin Schwierigkeiten bereitet. Derzeit profitieren die Grenzgänger von den gleichen Beträgen der Familienzulagen wie die in der Schweiz ansässigen Personen, die für 2023 CHF 2000 für das erste Kind und CHF 400 für jedes weitere Kind betragen. Es gibt jedoch eine Komplexität: Wenn der Familienhaushalt auch in Italien Einkommen hat, ist es zunächst Italien, das die Grundzulage auszahlt, während die Schweiz die Differenz übernimmt. Dieses System wurde entwickelt, um Doppelzahlungen zu vermeiden, aber die mangelnde Zuverlässigkeit der Daten seitens der INPS könnte zu erheblichen Problemen führen, wie dem Risiko überhöhter Zahlungen seitens der Schweiz, die im Jahr 2022 einen Anstieg der Auszahlungen für Familienzulagen aufgrund von Kommunikationsfehlern verzeichnete. Quadri hat daher die Notwendigkeit betont, aktiv zu werden, um die korrekte Eingabe der Informationen in die europäische Plattform RINA GUI sicherzustellen, die seit 2021 aktiv ist, um den Datenaustausch zwischen den Ländern zu erleichtern. Diese Plattform wurde konzipiert, um die Transparenz und Genauigkeit der Zahlungen zu verbessern, hat jed...

Dettagli operativi

Der Antrag von Quadri beschränkt sich nicht nur auf die Forderung nach einer korrekten Datenverwaltung, sondern schlägt auch drastische Maßnahmen vor, falls die Versäumnisse weiterhin bestehen bleiben sollten. Es wird die Möglichkeit vorgeschlagen, die Zahlungen der Familienzulagen an Grenzgänger auszusetzen, bis die INPS die Informationen korrekt und zuverlässig bereitstellt. Dieses Szenario, obwohl extrem, verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Lage und die Notwendigkeit eines sofortigen Eingreifens. Die aktuellen Vorschriften, basierend auf dem Abkommen über die Freizügigkeit der Personen, sehen vor, dass Grenzgänger Familienzulagen in Höhe derjenigen von ansässigen Personen erhalten. Beispielsweise hat ein Grenzgänger mit zwei unterhaltsberechtigten Kindern Anspruch auf eine monatliche Zulage von etwa 400 CHF für jedes Kind, was sich auf einen jährlichen Betrag von 9.600 CHF summiert. Die Wirksamkeit dieses Systems hängt jedoch stark von der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten ab. Ohne klare Daten kann das Tessiner Sozialversicherungsinstitut nicht effektiv arbeiten, was die Grenzgänger in eine verletzliche Position bringt. Einerseits zahlen die Tessiner Gemeinden, wie Lugano und Mendrisio, weiterhin die Zulagen, während andererseits die INPS keine nützlichen Informationen für die erforderlichen Abzüge bereitstellt. Dies führt zu einer Unsicherheit und gefährdet das Vertrauen der Grenzgänger in die Institutionen. Es ist daher entscheidend, dass das Bundesamt für Sozialversicherungen (UFAS) die Angelegenheit übernimmt und eine Reihe von Treffen und Verhandlungen mit den italienischen Behörden einleitet, um eine endgültige Lösung zu finden. 📊 Operative Checkliste: - Daten zu den Zahlungen der Familienzulagen in den Tessiner Gemeinden sammeln - Überwachung der...

Punti chiave

Für Grenzgänger ist die Frage der Familienzulagen von grundlegender Bedeutung. Es ist entscheidend, dass sie über ihre Rechte und die Verfahren informiert sind, um Verzögerungen oder Probleme bei den Zahlungen zu vermeiden. Beispielsweise kann ein Grenzgänger mit Wohnsitz in Chiasso und einem Bruttoeinkommen von 70.000 CHF pro Jahr Anspruch auf eine Familienzulage von etwa 200 CHF pro Monat für jedes Kind haben, abhängig von den geltenden Vorschriften. Es wird empfohlen, die Nachrichten bezüglich des Antrags von Quadri, der im Januar 2023 eingereicht wurde und darauf abzielt, die Antragsverfahren für Familienzulagen für Grenzgänger zu vereinfachen, aufmerksam zu verfolgen. Grenzgänger sollten auch in Betracht ziehen, sich an Fachleute oder Steuerberater zu wenden, um eventuelle Zweifel bezüglich ihrer steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Situation zu klären, insbesondere in Bezug auf das italienisch-schweizerische Steuerabkommen. Beispielsweise muss ein Grenzgänger aus Lugano, der ein Einkommen von 80.000 CHF erzielt, die Steuerabzüge und den Beitrag zur Sozialversicherung berücksichtigen, die sein Nettoeinkommen beeinflussen können. Darüber hinaus ist es wichtig, die Mitteilungen des Tessiner Sozialversicherungsbüros zu verfolgen, die relevante Aktualisierungen bereitstellen werden. Wer in Mendrisio lebt, sollte besonders auf die Fristen für die Einreichung der Anträge achten, die bis zum 30. April jedes Jahres für die Familienzulagen festgelegt sind. 📊 Operative Checkliste für den Antrag auf Familienzulagen: - Überprüfen Sie die Anspruchsvoraussetzungen. - Sammeln Sie die erforderlichen Dokumente (Kopie des Arbeitsvertrags, Wohnsitzbescheinigung usw.). - Füllen Sie das Antragsformular auf der offiziellen Website aus. - Reichen Sie den Antrag beim Sozial...