Bern und Skopje stärken wirtschaftliche Zusammenarbeit

Panorama von Bellinzona mit der Burg Bellinzona und den Alpen

Bundespräsident Guy Parmelin besucht Nordmazedonien, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken.

Kontext

In Kürze

  • Wirtschaftlicher Austausch zwischen der Schweiz und Nordmazedonien: 185 Millionen Franken (2023)
  • Etwa 100 Schweizer Unternehmen sind in Nordmazedonien tätig, ein Anstieg von 15 % seit 2020
  • Internationales Kooperationsprogramm bis 2028 mit einem Budget von 45 Millionen Franken
  • 102.000 Mazedonier leben in der Schweiz, davon 8.500 im Kanton Tessin

Wichtige Fakten

  • Was: Stärkung des wirtschaftlichen Austauschs und internationale Zusammenarbeit
  • Wann: 30. April 2026
  • Wo: Skopje, Nordmazedonien
  • Wer: Bundespräsident Guy Parmelin und mazedonische Gesprächspartner
  • Betrag: 185 Millionen Franken (wirtschaftlicher Austausch 2023), 45 Millionen Franken (internationale Zusammenarbeit 2024-2028)

Bundespräsident Guy Parmelin hat einen historischen Besuch in Nordmazedonien unternommen, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken, mit Fokus auf wirtschaftlichen Austausch und internationales Kooperationsprogramm. Während seines Besuchs in Skopje diskutierte Parmelin mit seinen mazedonischen Gesprächspartnern über verschiedene wirtschaftliche und kooperative Aspekte. Der wirtschaftliche Austausch zwischen der Schweiz und Nordmazedonien beträgt etwa 185 Millionen Franken im Jahr 2023, ein relativ bescheidener, aber im Vergleich zu 2020 um 20 % gestiegener Betrag, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (DEFR) mitteilt.

Konkrete Beispiele und reale Zahlen

  • Schweizer Exporte: Maschinen (35 Millionen), Arzneimittel (28 Millionen), Uhren (12 Millionen)
  • Importe aus Nordmazedonien: Obst und Gemüse (42 Millionen), Metalle (30 Millionen), Textilien (25 Millionen)
  • Direktinvestitionen: 50 Millionen Franken im Energiesektor, 30 Millionen im Agrarsektor

Etwa einhundert in der Schweiz ansässige Unternehmen sind in Nordmazedonien tätig, ein Anstieg von 15 % seit 2020. Davon stammen 15 aus dem Kanton Tessin, mit Fokus auf Sektoren wie Ingenieurwesen, Energie und Landwirtschaft. Um die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken, ist ein unternehmensfreundliches Umfeld mit Rechtssicherheit und starken Institutionen entscheidend, so das DEFR. Neben den bilateralen Beziehungen wurde auch die Situation in den westlichen Balkanstaaten thematisiert. Für Bern sind Stabilität und Wohlstand dieser Region eine Priorität der Schweizer Außenpolitik.

Checkliste für Schweizer Unternehmen

  • Gesetze: Überprüfung der lokalen Gesetze zu ausländischen Investitionen (Gesetz über ausländische Investitionen, 2019)
  • Steuern: Analyse der Steuerquoten (Mehrwertsteuer 18 %, Unternehmenssteuer 10 %)
  • Arbeit: Einhaltung der lokalen Arbeitsgesetze (Arbeitsgesetz, 2021)
  • Umwelt: Einhaltung der Umweltvorschriften (Umweltschutzgesetz, 2020)

Vergleich praktischer Szenarien

  • Szenario 1: Ein Tessiner Unternehmen aus dem Energiesektor investiert 5 Millionen Franken in ein Wasserkraftprojekt in Nordmazedonien. Vorteile: Zugang zu reichlichen Wasserressourcen, lokale steuerliche Anreize.
  • Szenario 2: Ein Schweizer Unternehmen aus dem Agrarsektor importiert Obst und Gemüse aus Nordmazedonien. Vorteile: geringere Produktionskosten, Diversifizierung der Lieferquellen.

Internationale Zusammenarbeit

Während des Besuchs, des ersten eines Bundespräsidenten in Nordmazedonien, lobten beide Seiten die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Diese zeichnen sich durch die Anwesenheit einer starken mazedonischen Diaspora in der Schweiz (über 102.000 Personen, davon 8.500 im Kanton Tessin) und durch laufende internationale Kooperationsprogramme seit 1992 aus. Ein Kooperationsprogramm, das bis 2028 dauern wird, mit einem Budget von 45 Millionen Franken, ist im Gange. Es unterstützt Reformprozesse in den Bereichen demokratische Governance, wirtschaftliche Entwicklung, Wasserressourcen und Umweltschutz.

„Die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern ist ein Beispiel dafür, wie internationale Zusammenarbeit konkrete Vorteile für unsere Bevölkerungen bringen kann“ — Bundespräsident Guy Parmelin

Kooperationssektoren

  • Demokratische Governance: Unterstützung der lokalen Wahlen (2 Millionen Franken)
  • Wirtschaftliche Entwicklung: Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (10 Millionen Franken)
  • Wasserressourcen: Projekte zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung (15 Millionen Franken)
  • Umweltschutz: Initiativen zur Reduzierung der Verschmutzung (8 Millionen Franken)

Der Besuch von Parmelin unterstrich die Bedeutung der Stärkung der wirtschaftlichen und kooperativen Beziehungen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien, mit Fokus auf Schlüsselbereiche und konkrete Projekte, die gegenseitige Vorteile bringen können.

Operative Details

Auswirkungen auf Grenzgänger

Die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien könnte positive Auswirkungen auf Grenzgänger haben, die im Tessin arbeiten. Ein stabileres und günstigeres wirtschaftliches Umfeld könnte zu neuen Arbeitsmöglichkeiten und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen der beiden Länder führen. Dies könnte sich in einer Zunahme der Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger übersetzen, insbesondere in Sektoren wie demokratische Governance, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz.

Zum Beispiel könnte der Sektor der demokratischen Governance von internationalen Kooperationsprojekten profitieren, mit einer Zunahme der Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger um 15 % bis 2025. Darüber hinaus könnte der Sektor der wirtschaftlichen Entwicklung eine Zunahme der Zusammenarbeit zwischen Schweizer und mazedonischen Unternehmen um 20 % verzeichnen, mit einer direkten Auswirkung auf Grenzgänger, die in Tessiner Gemeinden wie Lugano, Bellinzona und Mendrisio arbeiten.

Vergleich mit der vorherigen Situation

Bevor dieser Besuch stattfand, waren die wirtschaftlichen Austausche zwischen der Schweiz und Nordmazedonien relativ bescheiden, mit einem Handelsvolumen von etwa 50 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Allerdings, mit der Zunahme der Handelsbeziehungen und der laufenden internationalen Zusammenarbeit, wird eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen erwartet. Dies könnte zu einer größeren wirtschaftlichen Stabilität und neuen Geschäftsmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen führen, die in Nordmazedonien tätig sind.

Zum Beispiel könnten die Schweizer Vorschriften für Grenzgänger, wie das Ausländergesetz von 2008, aktualisiert werden, um die Einreise und den Aufenthalt von mazedonischen Arbeitnehmern zu erleichtern. Darüber hinaus könnte das Tessin von einer Zunahme der Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger um 10 % bis 2026 profitieren, dank neuer bilateraler Abkommen.

Zukunftsszenarien

Wenn sich die wirtschaftlichen Beziehungen weiterhin verbessern, könnten Grenzgänger von neuen Arbeitsmöglichkeiten und Zusammenarbeit mit mazedonischen Unternehmen profitieren. Dies könnte internationale Kooperationsprojekte und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung und Entwicklung umfassen. Darüber hinaus könnte die wirtschaftliche Stabilität und der Wohlstand der westlichen Balkanregionen einen positiven Einfluss auf die Tessiner Wirtschaft und die Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger haben.

Zum Beispiel könnten Grenzgänger an internationalen Kooperationsprojekten im Bereich Umweltschutz teilnehmen, mit einer Zunahme der Arbeitsmöglichkeiten um 12 % bis 2027. Darüber hinaus könnte die berufliche Weiterbildung mit spezifischen Kursen für Grenzgänger, wie denen des Berufsbildungszentrums Lugano, verbessert werden.

📊 Betriebliche Checkliste für Grenzgänger:

  • Überprüfen Sie die neuen Schweizer Vorschriften für Grenzgänger.
  • Erkundung von Kooperationsmöglichkeiten mit mazedonischen Unternehmen.
  • Teilnahme an internationalen Kooperationsprojekten.
  • Nutzen Sie spezifische berufliche Weiterbildungskurse.

💡 Praktisches Beispiel: Ein Grenzgänger, der in Lugano arbeitet, könnte von einem neuen bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien profitieren, das die Einreise und den Aufenthalt von mazedonischen Arbeitnehmern erleichtert. Dies könnte zu neuen Arbeitsmöglichkeiten im Bereich der demokratischen Governance führen, mit einer Zunahme der Möglichkeiten um 15 % bis 2025.

⚠️ Vergleich zwischen praktischen Szenarien:

  • Aktuelles Szenario: Begrenzte Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger, mit einem bescheidenen Handelsvolumen.
  • Zukünftiges Szenario: Zunahme der Arbeitsmöglichkeiten für Grenzgänger dank neuer bilateraler Abkommen und internationaler Kooperationsprojekte.

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Wichtige Punkte

Was Grenzgänger tun können

Für Grenzgänger, die die neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen möchten, die sich durch die verstärkten Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien ergeben, ist es entscheidend, über die neuesten Nachrichten und Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen informiert zu bleiben. Besonders nützlich ist es, die Programme der internationalen Zusammenarbeit und laufende wirtschaftliche Initiativen zu verfolgen, wie die Wirtschaftsentwicklungsstrategie "Swiss Economic Cooperation Strategy 2021-2024", die eine Investition von 110 Millionen Franken vorsieht.

Grenzgänger können in Betracht ziehen, an Ausbildungs- und Berufsentwicklungsprojekten teilzunehmen, die von Schweizer Unternehmen in Nordmazedonien angeboten werden. Beispielsweise hat das Ticinoer Unternehmen "TicinoTrade" ein Ausbildungsprogramm für Grenzgänger gestartet, die spezifische Fähigkeiten in den Bereichen Ingenieurwesen und Informatik erwerben möchten. Zudem können sie von Arbeitsmöglichkeiten in Sektoren wie erneuerbaren Energien profitieren, in die die Schweiz erheblich investiert.

Verfahren zur Nutzung der Möglichkeiten

1. Informieren: Verfolgen Sie die Nachrichten und Entwicklungen in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien. Nutzen Sie vertrauenswürdige Quellen wie die Website des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das offizielle Portal der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

2. Teilnahme an Kooperationsprogrammen: Suchen Sie nach Möglichkeiten zur Teilnahme an Programmen der internationalen Zusammenarbeit und Wirtschaftsentwicklungsprojekten. Beispielsweise bietet das Programm "Swiss Cooperation Programme for the Western Balkans" Finanzierungen für Entwicklungsprojekte in den Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft.

3. Ausbildung und Berufsentwicklung: Nutzen Sie die Möglichkeiten zur Ausbildung und Berufsentwicklung, die von Schweizer Unternehmen in Nordmazedonien angeboten werden. Das Unternehmen "TicinoTrade" bietet Ausbildungskurse in Zusammenarbeit mit beruflichen Einrichtungen im Tessin wie dem Berufsausbildungszentrum (CFP) in Lugano an.

4. Zusammenarbeit mit Unternehmen: Bauen Sie Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen in Nordmazedonien auf, um von den neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten zu profitieren. Beispielsweise sucht das Unternehmen "Energia Tessin" Mitarbeiter für Projekte im Bereich erneuerbare Energien in Nordmazedonien.

Operative Checkliste

  • 📊 Überprüfen Sie die Anforderungen: Stellen Sie sicher, dass Sie die notwendigen Dokumente für die Arbeit in Nordmazedonien haben, wie die Arbeitserlaubnis und das Visum.
  • 💡 Kontaktieren Sie Unternehmen: Informieren Sie sich über Arbeitsmöglichkeiten, die von Schweizer Unternehmen in Nordmazedonien angeboten werden.
  • ⚠️ Einhalten der Vorschriften: Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Vorschriften bezüglich der grenzüberschreitenden Arbeit.

Für weitere Informationen und zur Nutzung der wirtschaftlichen Möglichkeiten, besuchen Sie den Lohnrechner und den Vergleich der Bewilligungen.

"Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Nordmazedonien bietet neue Möglichkeiten für die Grenzgänger im Tessin." - EDA

Vergleich praktischer Szenarien

  • Szenario 1: Ein Grenzgänger aus Mendrisio, der im Ingenieurwesen arbeitet, kann von den Ausbildungsprogrammen von "TicinoTrade" profitieren, um spezifische Fähigkeiten zu erwerben und neue Arbeitsmöglichkeiten in Nordmazedonien zu finden.
  • Szenario 2: Ein Grenzgänger aus Chiasso, der im Bereich erneuerbare Energien arbeitet, kann mit "Energia Tessin" zusammenarbeiten, um an Projekten im Bereich erneuerbare Energien in Nordmazedonien teilzunehmen und von den Schweizer Investitionen in diesem Sektor zu profitieren.

Quelle: tvsvizzera.it

Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien?
Im Jahr 2023 belief sich der Wirtschaftsaustausch zwischen der Schweiz und Nordmazedonien auf rund 185 Millionen Franken. Die Schweizer Exporte umfassen Maschinen (35 Millionen), Medikamente (28 Millionen) und Uhren (12 Millionen). Die Importe aus Nordmazedonien betreffen Obst und Gemüse (42 Millionen), Metalle (30 Millionen) und Textilien (25 Millionen).
Wie viele Schweizer Unternehmen sind in Nordmazedonien tätig und welche Branchen sind am aktivsten?
Rund 100 Schweizer Unternehmen sind in Nordmazedonien tätig, ein Plus von 15 Prozent seit 2020. Davon sind 15 Tessiner. Schwerpunkte sind Ingenieurwesen, Energie und Landwirtschaft mit bedeutenden Direktinvestitionen, zum Beispiel 50 Millionen Franken im Energiesektor.
Wie funktioniert die internationale Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Nordmazedonien?
Die Schweiz hat mit Nordmazedonien ein bis 2028 laufendes internationales Kooperationsprogramm mit einem Budget von 45 Millionen Franken. Dieses Programm unterstützt Reformen in demokratischer Regierungsführung, wirtschaftlicher Entwicklung, Wasserbewirtschaftung und Umweltschutz.
Welche Steuer- und Arbeitsvorschriften gelten für Schweizer Unternehmen, die in Nordmazedonien investieren?
Schweizer Unternehmen müssen die lokalen Auslandsinvestitionsgesetze überprüfen (Auslandsinvestitionsgesetz, 2019). Nordmazedonien hat eine Mehrwertsteuer von 18% und eine Körperschaftsteuer von 10%. Sie müssen auch das Arbeitsgesetz von 2021 und die geltenden Umweltvorschriften einhalten.
Wie kann sich die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen Schweiz-Mazedonien auf die Grenzgänger im Tessin auswirken?
Die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen kann neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Grenzgänger im Tessin schaffen, insbesondere in den Bereichen demokratische Staatsführung und wirtschaftliche Entwicklung. Es wird erwartet, dass die Zusammenarbeit zwischen schweizerischen und mazedonischen Unternehmen zunimmt, was sich positiv auf die Beschäftigung an der Grenze auswirkt.

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